Ein Schaf erobert die Welt

erstellt von g_keienburg | abgelegt in Aktuelles, Allgemein, Land & Leute | 21-04-2012

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Jeder Orientteppich wird aus Wolle gefertigt. Diese Wolle wächst zunächst in Form von überflüssiger Behaarung auf einem Schaf heran, ähnlich des vielen überflüssigen (und oft ungewollten) Haarwuchses beim Menschen. Insbesondere Rücken, Augenbrauen und Nasenbehaarung seien hier hervorgehoben. Im Gegensatz zur menschlichen Nasenbehaarung zeichnet sich Schafhaar aber durch seine Weiterverwendbarkeit aus, allerdings gibt es auch hier Unterschiede in der Qualität, von Rasse zu Rasse. In der weltweiten Teppich Produktion spielen drei Schafrassen eine wesentlich Rolle, eine davon ist das sogenannte Merinoschaf.

Heute gehen wir oft davon aus, das Globalisierung eine Entwicklung unserer Zeit darstellt, das ausgebaute Flughäfen, schnelle Transportwege und nicht zuletzt das Internet (jawohl geneigter Leser, sie sind gemeint!) uns weltweit vernetzen. Am Beispiel des Merinoschafs zeigt sich aber, wieweit ein simples Schaf die weltweite Entwicklung beeinflussen konnte, lange bevor es Flugzeuge und das Internet gab, bloß weil seine Wolle ein wenig besser war als die anderer Schafe.

Das vermutlich aus Nordafrika stammende Merinoschaf verdankt seinen Namen wohl ursprünglich der Berberdynastie der Meriniden. Diese waren im 12. Jahrhundert zunächst von den Almohaden, einer muslimischen Berberdynastie unterworfen worden. Unter der Herrschaft der Almohaden wurde auch der Süden Spaniens erobert. Das von den Berbern als al-andaluz bezeichnete Gebiet stand bis zum Ende der Reconquista unter muslimischer Herrschaft.

Um 1269 gelang es den Meriniden ihrerseits die Almohaden zu unterwerfen, und die Vorherrschaft über das Gebiet des Maghreb und al-andaluz zu erringen.

Wolle ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Berberkultur.

Aufgrund der hohen Qualität der Merino-Wolle, die mit der Eroberung Südspaniens durch die Berber auch nach Spanien gelangt war, verhängte die Spanische Regierung ein Gesetz, das bei Todesstrafe verbot, Merinoschafe außer Landes zu bringen, ähnlich wie China im Falle des Maulbeerspinners verfahren war.

Damit sicherte sich Spaniens Krone über Jahrhunderte hinweg einen florierenden Wollhandel. Im 18 Jahrhundert gelangte das Merinoschaf schließlich auch nach Deutschland. Durch Kreuzung mit einheimischen Rassen entstand hier unter anderem das Merinolandschaf, das heute ca. 30 % des deutschen Schafbestandes ausmacht.

Den größten Einfluss hatte aber die Einfuhr des Merinoschafes nach Australien und Neuseeland, wo die Wollproduktion heute einen riesigen Wirtschaftszwei darstellt. Beide Länder sind die weltweit größten Wollproduzenten.

Ein Schaf, aus dessen Wolle ursprünglich die Teppiche, der Berber und Perser hergestellt wurden prägt damit bis heute die Wirtschaft, Kultur und Landschaft Australiens und Neuseelands.

Bild von google.de

Wie kommt die Raupe in den Teppich?

erstellt von g_keienburg | abgelegt in Allgemein | 18-04-2012

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Bombyx mori ist die lateinische Bezeichnung eines gemeinhin als Seiden- oder Maulbeerspinner bekannten Schmetterlings.

Neben seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet China ist diese Art mittlerweile aufgrund der Seidengewinnung in der ganzen Welt verbreitet, wichtige Länder in der Seidenerzeugung sind neben China heute unter anderem Indien und Japan.

Schon früh begann der Mensch Naturseide zu nutzen, bereits im Jahr 3000 v. Chr. soll der legendäre chinesische Kaiser Fu Xi auf die Idee gekommen sein, die Raupen des Seidenspinners zur Seidengewinnung zu domestizieren.
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al-maghrib – Knüpfteppiche aus dem Nordwesten Afrikas

erstellt von g_keienburg | abgelegt in Allgemein, Land & Leute | 16-04-2012

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Der Berberteppich ist ein wenig gemusterter Knüpfteppich aus Schurwolle, der hauptsächlich in der heute als Maghreb bekannten Region hergestellt wird. Der Begriff Maghreb ist eine Ableitung aus dem arabischen al-maghrib, was übersetzt in etwa „der Westen“ bedeutet. Gemeint ist damit vornehmlich das Länder-Dreieck Tunesien, Algerien und Marokko, historisch betrachtet werden aber auch Libyen und Mauretanien als Maghreb Staaten angesehen.Unter dem Begriff Berber werden die indigenen Bevölkerungsteile Nordafrikas zusammengefasst, die eine Berbersprache sprechen/ursprünglich sprachen. Die Herkunft des Begriffs ist nicht genau geklärt, möglich ist unter anderem die Ableitung aus dem griechischen Wort „Barbaros“, mit dem die Griechen unzivilisierte (nicht-griechische) Völker bezeichneten. Erwähnt werden die Berber bereits in alten ägyptischen Aufzeichnungen.
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Der älteste Teppich der Welt

erstellt von g_keienburg | abgelegt in Allgemein | 02-02-2012

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Teppich aus dem Pazyryk Tal

Teppich aus dem Pazyryk Tal

In der Eremitage in St. Petersburg befindet sich der wohl weltweit älteste Teppichfund. Es handelt sich um einen Knüpfteppich, der 1949 eingefroren im Eis einer skythischen Grabstelle in der äußeren Mongolei entdeckt wurde. Seine Entstehung lässt sich um das Jahr 500 v. Chr. datieren.
Dieses Ausstellungsstück weist bereits alle Merkmale des Orientteppichs auf, entstanden ist es vermutlich in Westasien, einem Gebiet das sich vom heutigen Anatolien über die arabische Halbinsel bis zum Iran erstreckt. Zu dieser Zeit erstreckt sich dort das Achämenidenreich, regiert von Dareios I., Vom heutigen Indien im Osten bis an die Staatsgrenzen des antiken Griechenlands im Westen.

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Walle unterm Weihnachtsbaum

erstellt von Keienburg | abgelegt in Aktuelles, Nur mal so..., Verbraucher | 17-06-2011

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Kleiner silbernen StaubsaugerroboterWer sagt eigentlich, dass Putzen keinen Spaß macht? Im letzten halben Jahrhundert widmeten sich viele technische Erfindungen dem Haushalt. Sie sollten die tägliche Hausarbeit erleichtern, für Bequemlichkeit sorgen und Zeit sparen. Ganz vorne mit dabei sind die stromintensiven Großgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine und Trockner. Sicher können sich viele Menschen aus den westlichen Wohlstandsgesellschaften ein Leben ohne diesen Luxus nicht mehr vorstellen. Und auch die Menschen vor dem technischen Boom waren ja schon erfinderisch. Da wusch man nicht jedes Einzelteil mit der Hand, sondern kochte die Wäsche in Waschtrommeln und schleuderte sie.

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Der Stardesigner aus dem Pott

erstellt von Keienburg | abgelegt in Aktuelles, Allgemein, Mode | 07-05-2011

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lilafarbener modedrner teppichWer ist Jan Kath? Nachdem mir dieser Name in zahlreichen Artikeln und Online-Dossiers über die Teppich-Designerschaft begegnet ist, wage ich mich daran dieses Mysterium zu ergründen – schließlich war ich ziemlich verblüfft als er irgendwie aus dem Nichts erschien und gleich zu einem der international bedeutendsten Teppich-Designer erkoren wurde. Der erste Artikel, den ich über Kath lese, ist eine Art Kurzportrait auf seiner Homepage. Auf Anhieb sind mir viele Dinge sympathisch: Ein Kind des Ruhrgebiets, der Vater in der Teppich-Branche, mit 20 eine Reise nach Nepal. Das erinnert mich stark an mich selbst, auch wenn ich in Nepal erst mit 22 landete. Heute ist Kath 37 Jahre alt und hat viel mehr von der Welt gesehen als ich: Paris, Istanbul, New York, Tokio, Beirut, Sydney- auch die großen Metropolen hätten ihn zu seiner Kunst inspiriert. weiterlesen »

Alles neu macht der Feudel

erstellt von Keienburg | abgelegt in Allgemein, Verbraucher | 29-04-2011

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garten und putzutensilienZu schön um wahr zu sein, so ließe sich das Wetter in den letzten Wochen in Deutschland gut beschreiben. Der April scheint es gut mit uns zu meinen. Doch die Sonne weckt in uns nicht nur Frühlingsgefühle, sondern auch ein schlechtes Gewissen, nämlich dann, wenn sie Dreck und Staub an den Fensterscheiben zum Vorschein bringt. So kommt man also auf die Idee des Frühjahrsputzes. Aber es lohnt sich ja auch – da kann man gleich das warme Winter-Oberbett auf den Dachboden verfrachten und gegen ein leichteres austauschen, und die Garten- oder Balkonmöbel wieder sommer-fit machen. Auch die Teppiche könnte man mal wieder reinigen. Doch was kann man selber machen und was sollte man der Reinigung überlassen und wie geht man um mit Schädlingsbefall und Schimmel. Pünktlich zum Frühjahrsputz die wichtigsten Tipps: weiterlesen »

Nach Esprit jetzt Zara

erstellt von Keienburg | abgelegt in Aktuelles, Allgemein, Mode | 25-04-2011

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Es scheint als wollten alle ein Stück vom Kuchen. Bunte Tapeten und knallige Teppiche sind absolut im Trend. Und wie könnte es anders sein? Kaum haben die teuren Designer mit viel Trara und in kräftezehrenden Schaffensperioden ihre Kunstwerke fertig entworfen, kommen gleich die großen Modehäuser und fangen an die neue Mode für den kleinen Mann günstig zu imitieren. Seit einigen Jahren schon hat ESPRIT seine Home Kollektion immer weiter ausgebaut. Doch im Stillen “rüstete” auch der spanische Konzern Zara auf. Seit 2007 konnte man über den Online Shop für Home-Artikel bereits Bettwäsche, kleine Teppiche, Dekoartikel und Co. bestellen. weiterlesen »

Versöhnung mit dem Altbekannten

erstellt von Keienburg | abgelegt in Aktuelles, Allgemein, Mode | 13-04-2011

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brauner indo-gabbeh Wer hätte das gedacht? Kürzlich prophezeiten die Experten, der Teppich erlebe sein ganz großes Comeback und gehöre nun in jedem modernen Haushalt wieder mit dazu  – genau wie Tapeten, Sofa und Laminat. Jetzt setzen die Designer noch einen oben drauf und verhelfen dem fast in Vergessenheit geratenen Orientteppich wieder zu seiner ursprünglichen Position an der Spitze aller Bodenbeläge und Must-Haves der Inneneinrichtung. Allerdings muss jener dafür ordentlich an Farbe, Tradition und Muster(gültigkeit) einbüßen.

Das Retro-Prinzip hat in Sachen Mode im Prinzip immer funktioniert, denn was vor 20 Jahren in war, haben die Menschen gerade ausreichend vergessen um sich wieder neu daran zu erfreuen und die Retro-Mode als etwas Neues oder gar Innovatives zu empfinden. So war es vor 10 Jahren mit dem Revival der Cord-und Schlaghosen und so ist es jetzt mit dem Modell à la „Möhrenschnitt“. Die Wiederbelebung der Perser-Teppiche funktioniert nicht ganz nach diesem Prinzip. Sie ist wohl eher eine Mischung aus Recycling-Initiative und Retro-Stil. Gleichzeitig sind während dieser Renaissance verschiedene Stile entstanden, die aber sicherlich alle das Potential haben früher oder später die Massen zu begeistern. weiterlesen »

Deutsch-Türkische Freundschaft

erstellt von Keienburg | abgelegt in Aktuelles, Allgemein, Verbraucher | 06-04-2011

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flagge deutschland und tuerkeiEtwas skurril mutet die Nachricht der Osnabrücker Zeitung an, 20 “Delegierte” des türkischen Teppichreiniger-Verbandes seien vor kurzem nach Deutschland gekommen, um von ihren Kollegen eine Lektion in Sachen Teppich-Reinigung zu erhalten. Welch ein diplomatischer Festakt, welch Ausdruck von Multikulti und Globalisierung! Noch runder wird die ganze Sache durch ihren ökologischen Rahmen, denn Deutschland ist, nicht nur bei Wind-und Solarenergie, sondern jetzt auch bei der umweltfreundlichen Teppich-Reinigung die Nummer Eins, und das ganz ohne Steuern und Fonds.

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